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Gesichtssinn
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m sich unter und über Wasser orientieren zu können, sind Orcas mit
entsprechenden Sinnesorganen ausgestattet.
Orcas erheben sich oft aus dem Wasser, um die Gegend zu erkunden. Beim so genannten
Spyhopping (siehe auch auf Seite 2 unter "Spieltrieb und Wanderverhalten") taucht ein Schwertwal langsam und senkrecht aus dem Wasser auf, bis etwa die Hälfte
seiner Brustflossen sichtbar wird. Wenn er sich genügend lange orientiert hat, taucht er langsam wieder
ab. Orcas können auch über Wasser hervorragend gut
sehen.
"Die Augen der Schwertwale (generell Delfinaugen) besitzen zwei wichtige Eigenschaften, die den
menschlichen Augen fehlen. Die veränderbare Krümmung der Sehlinse ermöglicht das Bild über
und unter Wasser scharf zu stellen. Zweitens ziehen sich die Pupillen bei starkem Licht zu einem dünnen
Spalt zusammen, Blendung wird vermieden und dadurch eine höhere Sehschärfe erreicht. Das ist der
Grund, weshalb dressierte Delfine und Orcas einen in die Luft geworfenen Ball
treffsicher mit der Nase
berühren oder behutsam nach einem Fisch schnappen, den ihr Trainer hochhält."
(Aus: National Geographic
"Wale, Delphine & Tümmler", G+J/RBA, Hamburg, 2000)
Die Augen der Delfine können nach vorne, zur Seite und sogar nach hinten gerichtet werden. Außerdem
bewegen sich Delfinaugen unabhängig voneinander.
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Hörsinn, Lauterzeugung und Echoortung

bwohl Orcas keine sichtbaren Ohrmuscheln haben wie Landtiere, hören sie sehr gut. Die äußeren Ohren
sind im Laufe der Evolution zugunsten der Stromlinienform zurückgebildet worden. Geblieben sind nur
noch zwei kleine Löcher, die sich wenige Zentimeter hinter den Augen befinden. Einige Wal-Experten vermuten,
dass der Gehörgang zwischen dem Ohrloch und dem
Innenohr des Wals mit Wasser gefüllt ist und im Laufe der Zeit seine Funktion verloren hat -
vergleichbar mit dem Blinddarm des
Menschen.
Geräusche werden über
mit Öl gefüllte Hohlräume im Unterkiefer und über Bereiche an der Seite des Kopfes zum Innenohr des Wals
geleitet. Die beiden inneren Ohren sind akustisch voneinander getrennt.
Somit ist eine genaue Lokalisation von Tönen möglich. Der Orca kann regelrecht hineinlauschen in seine
Welt. Er nimmt Kommunikationslaute seiner Kameraden selbst in großen Entfernungen wahr.
Orcas hören
8- bis 10-mal höhere Frequenzen als erwachsene Menschen.
Schwertwale erzeugen, wie alle anderen Delfinarten auch, ihre Laute (schnarrende Töne, Pfiffe und Schreie)
in einem geschlossenen System des
Nasengangs. Wahrscheinlich pressen sie kleine Luftmengen immer wieder durch Engstellen hin und
her; auf diese Weise können die Wale auch während längerer Tauchgänge ohne Luftverschwendung Töne
erzeugen.
Die Zahnwale (zu denen ja die Schwertwale gehören) sind mit einer hoch entwickelten Form des Sonars
(engl. für Sound Navigation And Ranging) ausgestattet. Mit der so genannten
Echoortung senden die Wale Schallimpulse ins Meer. Diese werden von einem Gegenstand oder Lebewesen
als Echo zurückgeworfen und vom Wal aufgefangen (siehe oben)
und ausgewertet. Ausgesendet werden die Signale in Form von Klicklauten aus der Melone. Das ist ein
spezielles Fettdepot, das sich auf dem Kopf des Orcas befindet und das wie eine Art Schall-"Linse"
funktioniert. Die Melonenform und damit ihre Brennweite kann durch bestimmte Kopfmuskeln verändert
werden. Die Echoortung ermöglicht den Walen, die
Lebewesen um sie herum wie mit "Röntgenstrahlen" zu "sehen". Auf diese Weise können sie Körperformen sogar
dreidimensional erfassen und vielleicht auch Gefühlszustände ihres Gegenübers registrieren.
Inhalt des Steckbriefs:

Seite 1 - Erkennungsmerkmale
Seite 2 - Geburt und Lebenserwartung
Seite 2 - Spieltrieb und Wanderverhalten
Seite 3 - Soziale Bindung und Jagdgewohnheiten
Seite 4 - Mit allen Sinnen Teil 1
Seite 5 - Mit allen Sinnen Teil 2
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