welt der O R C A S
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Orcas
Geruchs- und Geschmackssinn ( Seite 1 | 2 | 3 | 4 | 5 )


D er Geruchssinn spielt bei den Schwertwalen so gut wie keine Rolle. Er ist wahrscheinlich im Laufe der Evolution verloren gegangen. Von Haien ist dagegen bekannt, dass sie mit einem ausgezeichneten Geruchssinn ausgestattet sind. Man hat bei Untersuchungen herausgefunden, dass die Nasenöffnungen der Haie dicht mit Geruchszellen besetzt sind. Anders als Wale atmen Haie unter Wasser mit Hilfe ihrer Kiemen. Somit können sie auch ohne Schwierigkeiten Gerüche (zum Beispiel die Blutspur eines verletzten Tieres) über ihre Nase aufnehmen, ohne ertrinken zu müssen.

Die Zungen der Orcas sind - ähnlich wie beim Menschen auch - mit Geschmacksknospen bestückt. Man vermutet, dass Wale salzig, bitter, süß und sauer schmecken können. Ohne Geschmackssinn könnten sie sich im Wasser sicher nicht so gut orientieren, denn in diesem Element sind viele wichtige chemische Botschaften gelöst. So kann ein Orca zum Beispiel aus dem Urin eines Artgenossen "lesen", wie dessen sexuelle Befindlichkeit oder Empfangsbereitschaft aussieht oder er erfährt über seinen Geschmackssinn, wo sich die Gruppenmitglieder einer Wal-Schule aufhalten. Es gibt auch Hinweise dafür, dass sich im Urin der Tiere chemische Warnstoffe befinden, welche die Wale zu vermehrter Aufmerksamkeit veranlassen.

Tast- und Temperatursinn


D ie Wal-Haut ist von vielen Nervensträngen durchzogen. Extrem empfindsam ist ein Orca im Bereich des Blaslochs, der Augen, der Schnauze, dem Unterkiefer und der Melone. Temperaturunterschiede nimmt der Schwertwal offenbar nur über Rücken-, Schwanz- und Brustflossen wahr. Der restliche Körper des Wals ist durch eine dicke Speckschicht (Blubber) isoliert.

Schwertwale treffen sich oft an so genannten "Scheuerstränden", um sich an glatten Steinen auf dem Meeresgrund zu reiben. Man beobachtete die Wale bei diesem Tun zum Beispiel in der Johnstone Strait zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland. Offenbar verspüren die Orcas bei dieser Tätigkeit einen hohen Genuss. Aber auch untereinander berühren sich Schwertwale oft. Sie scheinen sehr an körperlichem Kontakt interessiert zu sein.

Magnetsinn


E tliche Untersuchungen lassen darauf schließen, dass Zahnwale einen magnetischen Sinn haben, mit dessen Hilfe sie das Magnetfeld der Erde zur Orientierung und Navigation nutzen. Mit dieser Vorstellung versuchen Wal-Forscher Massenstrandungen von Pottwalen, Grindwalen, Schwertwalen und anderen Meeressäugern zu begründen. Oft geschehen diese in Regionen, wo geomagnetische Anomalien oder Störungen zu verzeichnen waren.

Eine andere Hypothese, die für das Vorhandensein eines Magnetsinns (Kompasses) spricht, ist das Vorkommen von Eisenoxid an verschiedenen Orten in den Hauptlebensräumen einiger Delfin- und Wal-Arten.

Außerdem haben Forscher in einem weichen Gewebe über dem Hirn der Delfine winzige Kristalle eines magnetischen Eisenoxid-Minerals (Magnetits) entdeckt. Es wird vermutet, dass sich diese Kristalle an dem natürlichen Magnetfeld der Erde orientieren und ausrichten wie Kompassnadeln.


Inhalt des Steckbriefs:


Seite 1 - Erkennungsmerkmale
Seite 2 - Geburt und Lebenserwartung
Seite 2 - Spieltrieb und Wanderverhalten
Seite 3 - Soziale Bindung und Jagdgewohnheiten
Seite 4 - Mit allen Sinnen Teil 1
Seite 5 - Mit allen Sinnen Teil 2
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