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Geruchs- und Geschmackssinn
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er Geruchssinn spielt bei den Schwertwalen so gut wie keine Rolle. Er ist wahrscheinlich im Laufe der
Evolution verloren gegangen. Von Haien ist dagegen bekannt, dass sie mit einem ausgezeichneten Geruchssinn
ausgestattet
sind. Man hat bei Untersuchungen herausgefunden, dass die Nasenöffnungen der Haie dicht mit Geruchszellen
besetzt sind. Anders als Wale atmen Haie unter Wasser mit Hilfe ihrer Kiemen. Somit können sie
auch ohne Schwierigkeiten Gerüche (zum Beispiel die Blutspur eines verletzten Tieres) über ihre Nase
aufnehmen, ohne ertrinken zu müssen.
Die Zungen der Orcas sind - ähnlich wie beim Menschen auch - mit
Geschmacksknospen bestückt. Man vermutet,
dass Wale salzig, bitter, süß
und sauer schmecken können. Ohne Geschmackssinn könnten sie sich im Wasser sicher nicht so gut
orientieren, denn in
diesem Element sind viele wichtige chemische Botschaften gelöst. So kann ein Orca
zum Beispiel aus dem Urin eines
Artgenossen "lesen", wie dessen sexuelle Befindlichkeit oder Empfangsbereitschaft aussieht oder er
erfährt über seinen Geschmackssinn, wo sich die Gruppenmitglieder einer Wal-Schule aufhalten. Es gibt auch
Hinweise dafür, dass sich im Urin der Tiere chemische Warnstoffe befinden, welche die Wale zu
vermehrter Aufmerksamkeit veranlassen.
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Tast- und Temperatursinn

ie Wal-Haut ist von vielen Nervensträngen durchzogen. Extrem empfindsam ist ein
Orca im Bereich des
Blaslochs, der Augen, der Schnauze, dem Unterkiefer und der Melone. Temperaturunterschiede nimmt der
Schwertwal
offenbar nur über Rücken-, Schwanz- und Brustflossen wahr. Der restliche Körper des Wals ist durch
eine dicke Speckschicht (Blubber) isoliert.
Schwertwale treffen sich oft an so genannten "Scheuerstränden", um sich an glatten Steinen auf dem
Meeresgrund zu reiben. Man beobachtete die Wale bei diesem Tun zum Beispiel in der Johnstone Strait
zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland. Offenbar verspüren die
Orcas bei dieser
Tätigkeit einen hohen Genuss. Aber auch untereinander berühren sich Schwertwale oft. Sie
scheinen sehr an körperlichem Kontakt interessiert zu sein.
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Magnetsinn

tliche Untersuchungen lassen darauf schließen, dass Zahnwale einen magnetischen Sinn
haben, mit dessen
Hilfe sie das Magnetfeld der Erde zur Orientierung und Navigation nutzen. Mit dieser Vorstellung
versuchen Wal-Forscher Massenstrandungen von Pottwalen, Grindwalen, Schwertwalen und anderen Meeressäugern
zu begründen.
Oft geschehen diese in Regionen, wo geomagnetische Anomalien oder Störungen zu verzeichnen waren.
Eine andere Hypothese, die für das Vorhandensein eines Magnetsinns (Kompasses) spricht, ist das Vorkommen
von Eisenoxid an verschiedenen Orten in den Hauptlebensräumen einiger Delfin- und Wal-Arten.
Außerdem haben Forscher in einem weichen Gewebe über dem Hirn der Delfine winzige Kristalle eines magnetischen
Eisenoxid-Minerals (Magnetits) entdeckt. Es wird vermutet, dass sich diese Kristalle an dem natürlichen
Magnetfeld der Erde orientieren und ausrichten wie Kompassnadeln.
Inhalt des Steckbriefs:

Seite 1 - Erkennungsmerkmale
Seite 2 - Geburt und Lebenserwartung
Seite 2 - Spieltrieb und Wanderverhalten
Seite 3 - Soziale Bindung und Jagdgewohnheiten
Seite 4 - Mit allen Sinnen Teil 1
Seite 5 - Mit allen Sinnen Teil 2
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