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Orcas
Killer oder Schmusetier?


W eder noch. Auch wenn die markante Schwarz-Weiß-Zeichnung der Orcas ein Schwarz-Weiß-Denken provoziert. Den Namen Killerwale haben Orcas erhalten, weil manche der Kolosse Jagd auf ihre kleineren Verwandten – die Delfine – machen und auch nicht davor zurückschrecken, die sie noch um ein Vielfaches an Größe übertreffenden Bartenwale anzufallen. Die Orcas der argentinischen Halbinsel Valdes wagen sich sogar bis auf den Strand und erbeuten Seelöwen, die zu nahe am Wasser ruhen.

Orcas sind, wie die anderen Zahnwale auch, keine Pflanzenfresser, sondern Raubtiere, die sich von Fischen (Lachs, Hering, Heilbutt, Dorsch usw.), Kalmaren, Vögeln, marinen Säugetieren (Seehunde, Seelöwen, Walrosse, Wal- und Delfinarten) sowie Lederschildkröten ernähren. Killer im Sinne von Mörder sind sie deshalb aber nicht. Denn nicht die Mordgier treibt sie zu ihrem Verhalten, sondern schlichtweg der Hunger. Berichte über Attacken auf Menschen, wie sie in spektakulärer Aufmachung alle paar Jahre in den Gazetten auftauchen, beruhen auf Missverständnissen zwischen Mensch und Tier und nicht auf lüsterne Mordpläne der Orcas.


D er Lebendfang sowie die Tötung von Orcas wurde in den 70er Jahren in Kanada und den USA verboten. Doch in anderen Ländern (z.B. Russland) geht die Jagd auf Orcas weiter. Die Tiere werden brutal von ihrer Herde getrennt und in Delfinarien gesperrt. Doch die Meeresriesen sind alles andere als Schmusetiere, die dem Menschen zuliebe auf ihren natürlichen Lebensraum verzichten wollen. Gerade die eng mit ihrer Familie verbundenen Schwertwale leiden sehr darunter, von ihrer Herde isoliert in kleinen Betonbecken gehalten zu werden. Sehr viele Wale sind bereits nach kurzer Zeit in der Gefangenschaft gestorben.

Weitere Informationen über die Gefangennahme von Orcas findest du hier.

Über die Geschichte von Keiko, der als "Free Willy" die Kino-Kassen füllte, informiert dich folgender Link.
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